Adblocker gegen Onlinemarketing

Erfolgreiches Onlinemarketing trotz Adblockern

Zum zweiten Mal im Jahr 2015 hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) Anfang Oktober die zentrale Adblocker-Rate in seinem Online-Vermarkterkreis erhoben. Knapp 21 Prozent der Pageimpressions werden demnach mit installierten Werbeblockern aufgerufen. „Nach wie vor erreicht mehr als ein Fünftel des ausgelieferten Werbeinventars den Nutzer ohne Werbung und kann entsprechend nicht zur Refinanzierung kostenfreier Inhalte und Services im Internet beitragen“, sagt Oliver von Wersch, Sprecher des OVK. Für klassische Formen der Onlinewerbung wird das durchaus zum Problem, denn genau diese Banner, Popups und Layer sind das primäre Ziel der filternden Browseraddons.

Der Siegeszug der Adblocker

Den Ursprung haben Adblocker in der zum Teil ausartenden Verwendung dieser Werbeformen im vergangenen Internetjahrzehnt. Auf Nachrichtenseiten, Informationsportalen, Foren oder Blogs hatte der Nutzer bisweilen alle Mühe, sich zwischen blinkenden und lärmenden Werbeflächen auf die echten redaktionellen Inhalte zu konzentrieren. In Flash programmierte Banner brachten nicht selten zudem lange Ladezeiten und Performanceeinbrüche mitsich und verstärkten die negative Nutzererfahrung damit nur noch mehr. Mit den erweiterungsfähigen Browsern Mozilla Firefox und Google Chrome konnte man dem schließlich entgegenwirken und sich die präsentierten Webinhalte nach seinen Wünschen filtern.

Problematisch wurde diese Praxis natürlich für all jene Webdienste, die zur Finanzierung ihres Angebots auf Werbeeinblendungen angewiesen waren. Sie mussten und müssen auf einen erheblichen Teil ihrer Einnahmen verzichten.

Auch die Werbetreibenden reagierten schließlich auf diese Entwicklung und setzten mit der Zeit niedrigere Preise an, da sie einen Teil ihrer Zielgruppe nun nicht mehr erreichen konnten. Auf diese Weise gerieten unzählige Geschäftsmodelle und letztlich auch der Onlinejournalismus ins Wanken. Bei den Nutzern setzte sich eine geringe Akzeptanz der Vermarktung von Webseiten und eine folglich niedrige Werbewirkung fest.

Auswege für das Onlinemarketing

Heute steht der Markt nach einem Preisverfall noch immer vor der Aufgabe, auf jeden fünften Nutzer als Werbeziel im Internet zu verzichten oder ihn auf anderen Wegen zu erreichen. Das Ziel ist seit jeher das gleiche: Einen potenziellen Kunden vom Mehrwert des eigenen Produktes oder der Dienstleistung zu überzeugen. Doch hierfür braucht es mittlerweile kreative Ideen, eine gute Prise Ehrlichkeit und Verständnis für, ebenso wie von den Nutzern.

Wir bei kreITiv glauben an die folgenden Lösungen für ein erfolgreiches Onlinemarketing in diesen Zeiten:

  • Im Rahmen des Content Marketings lassen sich werbliche neben redaktionellen Inhalten platzieren. Blogbeiträge, informative Artikel oder Newsletter ruft der Nutzer bewusst ab, bringt eine entsprechende Aufmerksamkeit mit und ist bereit, auch einem werblichen Hinweis nachzugehen, wenn dieser ihm einen echten Mehrwert bietet. Voraussetzung hierfür ist ein grundlegendes Vertrauen in die Quelle und ein maßvoller Umgang mit ebensolchen Verweisen.

    Adblocker nach Werbeflut

    Egal ob online oder offline, weniger ist manchmal mehr

  • Ebenso nutzergetrieben ist das Suchmaschinenmarketing mit seinen Bestandteilen Suchmaschinenoptimierung und -werbung. Fast jeder findet sich tagtäglich auf Ergebnisseiten von Google wieder und prüft dort aufmerksam die vorgeschlagenen Suchtreffer. Auch hier lassen sich somit – ungeachtet von Adblockern – potenzielle Nutzer gezielt ansprechen und überzeugen.
  • Ein großer Teil der Kommunikation im Netz hat sich in der jüngeren Vergangenheit aus öffentlichen Foren und Kommentarspalten in unterschiedlichste Soziale Netzwerke verlagert. Auf Facebook, Twitter, XING und Co. wird rege diskutiert und informiert. Mithilfe eines durchdachten Social Media Marketings können diese Potenziale erschlossen und mit Werbebotschaften hochspezifische Zielgruppen angesprochen werden.
  • Ebenfalls durch Adblocker nicht zu erfassen sind moderne Formen der Videowerbung. Mithilfe von Witz, Charme und/oder Erstaunen lassen sich virale Effekte ausnutzen und eine Marke prominent in Bewegtbildinhalten platzieren.
  • Kleinere Dienste können mit einem ehrlichen Apell an ihre Nutzer zum Teil Wunder bewirken. Die aufrichtige und begründete Bitte zum Verzicht auf einen Werbeblocker führt mitunter zu einem nachhaltigen Umdenken. Kommerzielle Anbieter sollten sich dagegen fragen, ob und in welchem Umfang die Platzierung von klassischer Bannerwerbung auf der eigenen Seite überhaupt nötig ist.

Auch Nutzer mit installiertem Adblocker kann man also mit den unterschiedlichsten Mitteln eines abgestimmten Onlinemarketings erreichen. Der Erfolg und die Nachhaltigkeit einer Werbebotschaft hängen dann nur noch von deren Gestalt und Inhalt ab, die es individuell auszurichten gilt. mi-marketing unterstützt Sie gern bei der Konzeption Ihrer nächsten Werbekampagne im Internet.

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