Blogartikel zum Schlagwort: soziale Netzwerke

Snapchat als Marketingtool für Unternehmen

Snapchat erfolgreich für Ihr Unternehmen nutzen

Soziale Netzwerke kommen und gehen – dieser Tage hat Google das Ende seiner Plattform Google+ verkündet. Als Unternehmen lohnt sich daher der regelmäßige Blick auf die Social Media Landschaft und die sich bietenden Marketingpotenziale. Im Fokus der Öffentlichkeit stand in jüngster Vergangenheit Snapchat.

Die Plattform funktioniert ähnlich wie Instagram oder Pinterest und ermöglicht das Teilen von Fotos oder Videos sowie das Chatten mit Freunden. Hier sind die sogenannten „Snaps“, also die Schnappschüsse, allerdings nur für eine begrenzte Zeit sichtbar und das auch nur für Freunde. Nach dem Öffnen sind sie also maximal 24 Stunden sichtbar und zerstören sich danach automatisch selbst.

Ist Snapchat für Unternehmen sinnvoll?

Die App ist schon seit 2011 am Markt und hält sich seitdem wacker unter den meist genutzten Social Media Plattformen.

In Deutschland zählt Snapchat laut MonitoringMatcher fünf Millionen Nutzer im Jahr 2018 und steht damit im nationalen Vergleich auf Platz sechs nach WhatsApp, Facebook und Co. Das Potenzial für Unternehmen in Punkto Reichweite ist also klar erkennbar.

Doch wie sieht eine geeignete Marketingstrategie für die optimale Nutzung von Snapchat aus? Dazu ist es wichtig, sich die App, ihre Funktionen und die Nutzer genauer zu betrachten. Wer hier nicht authentisch und mit wohlüberlegtem Content agiert, wird bei den Usern keinen Erfolg haben.

B2B oder B2C – Die richtige Zielgruppe

In Deutschland liegt der Anteil der Snapchat-Nutzerinnen mit knapp 57% über dem der männlichen Nutzer. Laut Futurebiz ist die Hauptzielgruppe unter 24 Jahren alt. Lediglich 29% der deutschen Nutzer sind über 25 Jahre.

Für den B2C-Bereich mit einer jüngeren, technikaffinen Zielgruppe bis 24 Jahren ist Snapchat also prädestiniert. Im B2B-Umfeld ist die App-Nutzung eher unüblich. Obwohl die Plattform natürlich auch hier nicht beim Personal Recruiting vernachlässigt werden sollte, wenn eher junge Mitarbeiter gesucht werden.

Snapchat für Unternehmen

Und welche Vorteile bringt der Einsatz von Snapchat für Unternehmen?

  • Direkte Ansprache – Bei Snapchat können Benachrichtigungen zielgerichtet adressiert werden, ohne dass sie im Newsfeed verloren gehen
  • Content ohne Konkurrenz – Snaps müssen einzeln angesehen werden und stehen daher in keiner direkten Konkurrenz zu anderen Anzeigen
  • Volle Aufmerksamkeit – Durch die kurze Anzeigedauer und der vollen Sichtbarkeit der Snaps schenken User ihnen ihre ungeteilte Aufmerksamkeit
  • Glaubwürdigkeit – Durch die begrenzte Lebensdauer der Snaps können Sie an Authentizität gewinnen, mithilfe von kurzen Live-Videos oder Spielereien und Effekten der App

7 Tipps für die erfolgreiche Snapchat-Nutzung

Konkurrenz beobachten

» Analysieren Sie Ihre Konkurrenten.

» Sind Sie bei Snapchat vertreten?

» Wie häufig posten sie etwas?

» Vielleicht können Sie sich etwas von der Konkurrenz abschauen.

Anreize schaffen

Wie überall im Marketing dreht es sich auch hier um Anreize für die Nutzer.

Starten Sie doch einen Wettbewerb oder bieten Sie Angebote an, um Follower zu Interaktionen zu bewegen. Beispielsweise erhalten User, die einen Snap mit Ihrem Produkt an sie schicken, einen Rabatt oder Gewinn. Nutzer bei Snapchat sind erfahrungsgemäß eher für Gewinnspiele bereit, da sie wissen, dass ihr Foto nur für eine kurze Zeit sichtbar sein wird.

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Trailer, Aktionen, ein „hinter die Kulisse“ schauen oder Mitarbeiter, die sich vorstellen.

Ihnen und Ihrer Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt!

Influencer-Marketing

Nutzen Sie die Kraft von Influencern für Ihr Unternehmen. So werden Ihre Follower möglicherweise auf Ihr Produkt aufmerksam und Sie erhöhen Ihre Reichweite in kurzer Zeit.

Dabei gilt auch hier, möglichst authentisch und auf Augenhöhe mit der Zielgruppe zu kommunizieren.

Wählen Sie aber gezielte Influencer aus, die zu Ihrem Unternehmen passen.

Content-Seeding

Verknüpfen Sie Ihre Social Media Kanäle und erhöhen Sie so die Aufmerksamkeit zusätzlich.

So können Sie zum Beispiel auf Facebook eine Aktion ankündigen und diese dann auf Snapchat ausführen oder Stories auf anderen Plattformen nachbereiten. So wird die Lebensdauer Ihrer Snaps deutlich gesteigert.

Live-Streaming

In der Welt der Social Media ist Live-Streaming nichts Neues und erfreut sich immer größerer Beliebtheit und Viewerzahlen. Facebook, Instagram und Periscope setzten schon länger auf den Trend.

Nutzen Sie diese Funktion auch für Ihre Marketingstrategie auf Snapchat.

Werbung schalten

Mittlerweile gibt es vielfältige Formen der Werbeschaltung auf Snapchat, ob witzige Snap Ad, gesponserte, individuelle Filter und Lenses oder exklusive Anzeigen im Unternehmens-Discover-Bereich.

Hierzulande sind die Möglichkeiten zwar etwas begrenzter als in den USA, jedoch wird den deutschen Unternehmen eine große Auswahl an Werbemöglichkeiten geboten, die Snapchat immer weiter ausbaut.

Tracking nicht vergessen!

Um die Resonanz der Follower zu überprüfen ist natürlich auch das Tracking überaus wichtig.

Analysieren und bewerten Sie Ihre Kennzahlen mit dem Snapchat Werbeanzeigenmanager.

Zusätzlich können Sie auch täglich überprüfen, wie viele User die Snaps ansehen, speichern oder Sie persönlich anschreiben.

 

Wenn Sie Snapchat aktiv für Ihr Unternehmen nutzen möchten, sollte Sie sich also eine langfristige Marketingstrategie mit regelmäßigem, authentischem und vor allem qualitativem Content überlegen. Nur wer attraktive Anreize schafft, ein gewisses Budget in die Hand nimmt und fortlaufend kreative Geschichten erzählt, kann Snapchat optimal für sein Branding oder Verkäufe nutzen.

Sie möchten gern Snapchat oder andere Social Media Plattformen für Ihr Unternehmen nutzen? Wir beraten und unterstützen Sie gern!

Kann VERO im Marketing mit Instagram, Facebook und Co. mithalten?

VERO – das neue Instagram?

Fast aus dem Nichts taucht eine App namens VERO auf, behauptet ein „True Social Network“ zu sein und verspricht den Nutzern damit Authentizität, Kontrolle und Wahrheit.

Kleiner Einstieg zu VERO

Ähnlich wie bei Instagram oder Facebook, ermöglicht VERO das Bearbeiten und Teilen von Bildern. Außerdem besteht auch die Funktion, anderen Nutzern zu folgen und diese in Gruppen von engen Freunden, Bekannten und anderen Personen zu unterteilen. Damit versprechen die Werbetreibenden die Kontrolle über die Sichtbarkeit privater Inhalte, genauso wie auch im wahren Leben.

Was ist besonders an VERO?

Neben Fotos können die Verbraucher auch Filme, TV-Serien, Bücher, Orte und andere Links verbreiten, um persönliche Erfahrungen im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken besser mit den gewünschten Gruppen und Personen teilen zu können.

So können durch VERO nun auch kleine Fotoalben, Playlists, Trailer oder auch Webseiten empfohlen und damit in Umlauf gebracht werden. Durch diese Funktionen und einen „Kauf jetzt“-Button für sämtliche Produkte, versprechen sich die Gründer lukrative Einnahmen. Lästige Werbung soll es nämlich in der App nicht geben – sie bleibt ganz frei von Datensammlung und Algorithmen. Damit soll es laut der Plattform einen chronologischen Newsfeed geben, welcher von den Nutzern von Facebook und Co. schon lange gefordert wurde.

Der Haken an der ganzen Sache

Die Gründer wollen für den werbefreien Spaß eine jährliche Gebühr erheben. Der konkrete Preis ist noch unbekannt, soll aber demnächst veröffentlicht werden. Um ihre ersten Nutzer und vor allem Influencer anzulocken, werben die Gründer mit einem lebenslangen, kostenlosen Zugang für die ersten Million Registrierungen. Diese Marke wurde bereits geknackt, daher verlängerten die Entwickler die Aktion auf unbestimmte Zeit.

Das folgende Werbevideo von VERO stellt die App und ihre Funktionen vor:

Mega-Hype über Nacht

Praktisch über Nacht ist die App VERO jetzt Anfang 2018 in aller Munde. Doch wie kam es zu dem plötzlichen Hype?

Die Applikation existiert tatsächlich schon seit dem Jahr 2015, doch richtige Bekanntheit bekam VERO erst jetzt durch den Verdienst vieler Influencer. Mithilfe dieser Multiplikatoren startete VERO eine Werbekampagne, um möglichst viele potenzielle Nutzer zu erreichen. Viele dieser Influencer dementierten den Vorwurf des bezahlten Productplacements, dem Unternehmen selbst hat es auf jeden Fall nicht geschadet und viele neue Nutzer eingebracht.

Für Unternehmen geeignet?

Wie bei jedem Trend im Bereich der sozialen Medien, fragen sich nun auch beim VERO-Hype viele Unternehmen, ob es sich lohnt, auf den Zug aufzusteigen.

Die Frage ist, für wen sich die App als Werbemittel lohnt und wie man sich überhaupt in einem werbefreien Medium vermarkten kann. Hier heißt es, kreativ zu sein und eigene Kanäle zu betreiben oder sich über die Platzierung bei Influencern bei den Zielgruppen ins Spiel zu bringen.

  • Firmen im B2C-Bereich haben damit in Zukunft sicherlich gute Chancen, ihre Produkte, Filme, Songs o. Ä. entsprechend zu vermarkten. Vor allem Kampagnen mit Influencern und der Fokus auf die jüngeren Zielgruppen könnten in Kooperation mit VERO großen Erfolg haben.
  • Für B2B-Unternehmen oder ältere Zielgruppen bleibt die Anwendung, ähnlich wie zuvor schon Snapchat oder Instagram dagegen wohl eher ungeeignet.

Wird VERO das neue Instagram?

Die App bietet den Nutzern in der Tat viele spannende Funktionalitäten. Eine chronologische Timeline und werbefreier Austausch sind genau der unkommerzielle Ansatz, der bei anderen Social Networks bislang fehlte. In Kombination mit dem neuen Bekanntheitsgrad sind das beste Voraussetzungen für den Anbieter, um eine ernsthafte Konkurrenz für die Global Player der Social Media darzustellen.

Die Frage ist jedoch, ob VERO dem großen Ansturm technisch standhalten kann. Das Unternehmen erklärte, dass es zu technischen Problemen kommen kann und auch viele Nutzer haben sich bereits über größere Pannen beschwert. Ob VERO das neue, verbesserte Instagram werden wird oder es nur ein kurzlebiger Trend ist, bleibt noch abzuwarten. Wir sind jedenfalls gespannt, wie sich VERO weiter auf dem Markt entwickeln wird und beobachten den Werdegang für unsere Kunden und uns selbst.

Wollen Sie wissen, wie Sie VERO oder andere Social Media Kanäle für Ihr Unternehmen nutzen können? mi-marketing berät Sie gern zum Thema Social Media Marketing. Kontaktieren Sie uns für ein erstes, kostenloses Beratungsgespräch.

Wie finden Unternehmen die passende Social Medial Plattform

Sozial genial – Wie Unternehmen die passende Social Media Plattform finden

Dass sich Soziale Netzwerke sehr gut für Marketingzwecke nutzen lassen, ist hinlänglich bekannt. Die Frage, welchen Anbieter man als Unternehmen konkret für seine Zwecke nutzt, ist dagegen weniger leicht zu beantworten. Gilt das Motto „Viel hilft viel“ oder sollte man sich auf ein Medium konzentrieren, wenn ja, auf welches? Im heutigen Blogartikel wollen wir daher die Entscheidungskriterien beleuchten, welche die Auswahl der richtigen Social Media Plattformen für ein optimales Marketingergebnis beeinflussen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Die Auswahl potentieller Anbieter ist groß, aber für eine maximale Reichweite sind natürlich die Marktführer entscheidend. Dazu gehören die nicht spezialisierten Plattformen Facebook, Google+ und Twitter, sowie flickr, Instagram und Pinterest für Fotos, YouTube und Vimeo für Videos. Daneben sind die Karrierenetzwerke XING und LinkedIn sowie der Bloggingdienst Tumblr bedeutend.

Alle diese Netzwerke haben eine eigene Ausrichtung, sowohl was ihre Funktion und ihren optischen Stil angeht, als auch bei den angesprochenen Nutzern. Entsprechend sollte man je nach Plattform die Art der eigenen Kommunikation anpassen. Ähneln sich zwei Soziale Netzwerke in ihrer Ausrichtung, sollte dasjenige gewählt werden, das eine größere Reichweite besitzt, es sei denn man hat ohnehin schon Verbindungen zu einem Anbieter (zum Beispiel einen stark vertretenen Kundenstamm oder eine regional stärkere Verbreitung). So ist beispielsweise Facebook in den meisten Fällen dem sterbenden Google+ vorzuziehen.

Entscheidungskriterien für das richtige Soziale Netzwerk

Für die Entscheidungsfindung sollten folgende Fragen im Vordergrund stehen:

  • Wo sind meine Kunden beziehungsweise meine Zielgruppe (B2B vs. B2C)?
  • Welches Netzwerk passt von der Ausrichtung her am besten zu meinem Unternehmen?
  • Welche Form hat meine Werbebotschaft am ehesten (Text, Video, Podcast …)
  • In welcher Frequenz und in welchem Umfang kann und will ich Inhalte produzieren bzw. veröffentlichen?
  • Welche sonstigen Gimmicks möchte ich haben und einsetzen?

Die Antworten auf diese Fragen sind immer stark von der Art des Unternehmens abhängig. Ein Shop für Kinderbekleidung findet seine Kunden vermutlich eher auf Facebook als im förmlicheren XING. Ein Fotograf möchte in erste Linie seine Bilder verbreiten und wird vermutlich lieber flickr wählen, während sich Produzenten medialer Inhalte vielleicht eher für den regelmäßigen Output über Twitter entscheiden. Letztlich ist es aber auch wichtig, dass Sie sich mit dem gewählten Medium auskennen und sich bei der Nutzung wohl fühlen.

Keep calm and be special

Unser Tipp: Spezialisieren Sie sich! Es ist nicht nötig, auf allen gängigen Social Media Plattformen gleichzeitig vertreten zu sein. Schaden wird eine breitere Präsenz zwar nicht, aber der Aufwand führt oft nur zu einem eher bescheidenen Mehrwert.

Meist ergeben sich allein durch die Identität eines Unternehmens eine oder zwei logische Anbieter, je nach Branche, Arbeitsweise und der Art der Kundenkommunikation. Das heißt nicht, dass man keine Experimente wagen sollte! YouTube zum Beispiel ist wegen seiner großen Reichweite eine hervorragende Werbeplattform und die Nutzung kann sich lohnen, auch wenn man bisher wenig Videoerfahrung gesammelt hat.

Falls Sie Unterstützung bei der Entwicklung einer Onlinemarketingstrategie oder beim Erstellen von Inhalten benötigen, wenden Sie sich gern an uns. Die Experten von mi-marketing stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Befindet sich Google+ auf dem absterbenden Ast?

Das Ende eines sozialen Netzwerks – Wann stirbt Google+?

Ein guter ausgewogener Marketing-Mix bedient verschiedene Kanäle, soviel ist klar. Bedeutet das auch zwangsläufig die Nutzung diverser Profile auf allen verfügbaren sozialen Medien? Die Frage stellt sich insbesondere im Hinblick auf Google+, das soziale Netzwerk des kalifornischen Internetgiganten. Denn nach einem großen Hype zum Start Mitte 2011, wurde es immer ruhiger um Googles Facebookkonkurrenten. Trotz hoher Nutzerzahlen verlor das Netzwerk zunehmend an Relevanz. Lohnt es sich für Unternehmen noch, diesen Kanal zu nutzen? Ist ein Comeback von Google+ überhaupt denkbar?

Kleiner Einstieg zu Google+

Online ist der Dienst seit dem 28. Juni 2011, zunächst lediglich auf Einladung anderer Nutzer, kurz darauf völlig frei zugänglich. Als Features wurde zum einen die Möglichkeit genannt, Beziehungen auch nur einseitig anzulegen und zum anderen die Existenz sogenannter Circles, also das Einteilen von Kontakten in Gruppen, um so die Kommunikation nach außen besser steuern zu können. Ansonsten stellt Google+ ein typisches soziales Netzwerk dar, mit der Möglichkeit Profilinformationen anzulegen, Bilder hochzuladen und in Alben zu organisieren usw. Indirekt kann sicher auch die Verknüpfung in die restliche Google-Infrastruktur als Feature betrachtet werden, also die Integration anderer Dienste wie etwa Google Hangout oder YouTube.

Seit dem Start ist die Zahl der Accounts stetig wachsend, von 170 Millionen in 2012 bis zu drei Milliarden im Jahr 2016. Ob diese Zahlen aussagekräftig für die Relevanz des Dienstes sind, ist allerdings zu bezweifeln, denn inaktive Nutzer löschen in der Regel nicht ihren alten Account und viele User, etwa Android-Nutzer, sind automatisch angemeldet, ohne Google+ aktiv zu nutzen. Nur neun Prozent der registrierten haben überhaupt jemals etwas gepostet. Insofern täuschen Nutzerzahlen hier nur über die tatsächliche allgemeine Inaktivität hinweg. Insgesamt fällt die Zahl der Alleinstellungsmerkmale eher dürftig aus. Keins der angebotenen Features konnte große Nutzerzahlen von den bereits bestehenden Angeboten abwerben. Nach einer belebten Frühphase wurde es daher nach und nach ruhiger um Google+.

Die Nachteile aus Marketingsicht

Kommunikation kann nur gelingen, wenn es auch ausreichend Empfänger gibt. Die geringe Aktivität auf Google+ macht den Dienst daher auch aus Marketingsicht uninteressanter. Es gibt weder ein eigenes Anzeigenformat, noch tauchen Anzeigen von Adwords (im Juli 2018 in Google Ads umbenannt) auf. Auch das lokale Branchenbuch Google+ Local wurde auf Grund geringer Nutzung schrittweise zurückgefahren. Viele Features, etwa die Integration von Beiträgen des sozialen Netzwerks in passende Suchanfragen, böten theoretisch gute Kommunikationswege. Nutzer könnten mit einem Angebot konfrontiert werden, wenn sie sich ohnehin mit dem Themengebiet beschäftigen und entsprechende Suchanfragen stellen. Die dazu notwendige aktive und gut vernetzte Community konnte Google+ aber bisher nicht wirklich generieren. Entsprechend gering fällt daher auch die bisherige Nutzung für Marketingzwecke aus.

Stirbt das soziale Netzwerk Google+?

Kann Google+ innerhalb der sozialen Netzwerke bestehen?

Weniger ist mehr

Tatsache ist trotz allem: Noch ist der Dienst online. Zwar erscheint es angesichts des Zustands von Google+ nicht sinnvoll, in die Nutzung dieses Kanals einzusteigen, doch falls bereits ein laufendes Profil mit einigen Followern besteht, kann es durchaus sinnvoll sein, auch weiterhin Google+ zu nutzen. In der Regel gilt dies wohl aber hauptsächlich für einzelne Personen mit individuellen Kommunikationswegen, zum Beispiel Blogger, und weniger für Unternehmen.

Google scheitert maßgeblich daran, dass es keine passende Nische für sein soziales Netzwerk gefunden hat. Als Unternehmensnetzwerke sind Konkurrenzprodukte wie LinkedIn oder Xing und für private Nutzer zusätzlich der Allrounder Facebook üblicher. Zu dieser Ansicht scheint Google auch selbst gelangt zu sein. Anstatt seinen Nutzern den Dienst aufzuzwängen, wird Google+ zunehmend als optionales Angebot aufgestellt. Beispielsweise ist kein Konto von Google+ mehr erforderlich, um YouTube-Videos zu kommentieren. Es wären noch einige Anpassungen nötig, um Google+ einen gleichberechtigten Platz unter den anderen sozialen Netzwerken zu sichern.

Ein Ende mit Schrecken?

Bedeutet das, dass der kalifornische Internetriese sein Netzwerk bald komplett einstellen wird? Das Zurückfahren von Integration und Features oder das Ausscheiden des ursprünglich für Google+ zuständigen Managers Vic Gundotra deuten zumindest in diese Richtung. Die Unternehmensführung selbst kommuniziert dagegen, dass das Projekt Google+ nicht eingestellt wird. Vermutlich werden weiterhin wenig genutzte Features nach und nach zurückgefahren und beliebtere, etwa die Bildverwaltung, stärker in den Fokus gerückt. Möglicherweise findet das sonst für Innovativität stehende Unternehmen auch neue Ansätze für sein soziales Netzwerk.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass Google+ daher voraussichtlich erst einmal nicht komplett eingestellt wird. In seinem jetzigen Zustand ist es allerdings kaum von Bedeutung. Besitzt man bereits einen laufenden Account, kann es sich durchaus lohnen, diesen auch weiterzuführen. Ist dies aber nicht der Fall, erscheint die Nutzung von Google+ als zusätzlichem Kommunikationsweg momentan nicht sinnvoll.

Sie möchten wissen, welche sozialen Netzwerke für Ihr Unternehmen interessant sind? Dann kontaktieren Sie das Onlinemarketing Team von mi-marketing.