Retargeting - Nutzer ansprechen, die bereits Kontakt mit Ihrer Marke hatten

Komm doch mal wieder! – Der Nutzen von Retargeting

Ob eine Marketingkampagne Erfolg hat, hängt immer von zwei Faktoren ab: Wie viele Menschen erreicht meine Kampagne und welcher Anteil von diesen reagiert auf sie. Im Idealfall sind natürlich beide Werte so hoch wie möglich, doch leider stehen sie oft im Widerspruch.

Mithilfe entsprechender Technologie kann man speziell auf die Kunden abzielen, die in der Vergangenheit bereits in Kontakt mit einer Marke getreten sind – also die Webseite oder den Social Media Kanal des Unternehmens besucht haben. Das beschränkt zwar die Zielgruppe, doch da diese Personen bereits ein grundlegendes Interesse an einem Produkt oder einer Dienstleistung angezeigt haben, kann hier eine deutliche höhere Response Rate erreicht werden.

Dieser Ansatz nennt sich „Retargeting“ – Google hat mittlerweile aber ebenso den Begriff „Remarketing“ geprägt und verwendet ihn synonym. Doch neben Google nutzen auch Soziale Netzwerke wie Facebook oder LinkedIn diese Werbeform. Ist ein solches Vorgehen ratsam und wenn ja, wie funktioniert es?

Retargeting – So funktioniert’s

Philipp plant seinen nächsten Winterurlaub, in dem er snowboarden möchte. Um die passende Ausrüstung zu finden, stöbert er in einem auf Wintersport spezialisierten Onlineshop. Er schaut sich zwar ein bisschen auf der Seite um, kauft aber letztendlich nichts, da er sich nicht sicher ist, ob er das Geld schon ausgeben möchte.

Normalerweise wäre Philipp damit ein verlorener Kunde oder zumindest besteht die Gefahr, dass er denselben Onlineshop nie wieder besucht. Nutzt der Shop aber Retargeting, dann ist ein spezieller Code, das sogenannte Remarketing-Tag, auf der Seite hinterlegt.

Mithilfe von Cookies, also kompakten Datenpaketen, die auf dem Rechner des Nutzers gespeichert werden, kann nun die Datenspur eines Besuchers nachvollzogen und bei einem erneuten Webseitenaufruf seine Identität festgestellt werden. Der Shop kann dadurch seine individuellen Angebote am bisherigen Surfverhalten ausrichten und so entsprechend optimieren. Meistens bezieht sich Remarketing auf Werbebanner, kann im weiteren Sinne aber natürlich auch andere Formen, etwa E-Mail-Marketing, betreffen.

Wichtig ist: Das gilt auch, wenn sich Philipp nicht auf der Seite des Onlineshops befindet, sondern andere Internetseiten besucht. Dort können dann speziell angepasste Banner geschaltet werden. Entsprechend geführte Retargeting-Listen bestimmen, wer welche Anzeige zu sehen bekommt. Das ist gut für Philipp, schließlich interessiert er sich wahrscheinlich mehr für Wintersportausrüstung als für eine zufällig geschaltete Anzeige.

Für den Webshop bedeutet es, dass er seine Ressourcen gezielter einsetzen kann und kein Marketingbudget für Kunden verschwendet, die überhaupt nicht am Angebot interessiert sind. Damit das Sinn ergibt, muss das Netzwerk (also Partnerseiten, auf denen die Retargeting-Anzeigen zu sehen sind) sehr umfangreich sein, was angesichts der großen Reichweite von Anbietern wie Google oder Facebook aber kein Problem ist.

Das muss beim Remarketing beachtet werden

Damit Ihre Retargeting-Kampagne auch gelingt, möchten wir an dieser Stelle ein paar Tipps für Sie zusammenfassen:

  1. Lassen Sie Ihrer Zielgruppe Luft zum Atmen und rennen Sie Interessenten im Internet nicht hinterher, sonst fühlen sich diese schnell belästigt. Achten Sie also darauf, dass ein Nutzer Ihre Werbebanner nicht zu häufig zu sehen bekommt und begrenzen Sie die Schaltungen auf ein angemessenes Maß.
  2. Sich ständig wiederholende Werbung nervt. Passen Sie regelmäßig Ihre Remarketing-Listen an und achten Sie darauf, dass nicht Kunden, die auch nach mehrmaligem Nachhaken kein Interesse zeigen, oder die bereits gekauft haben, weiterhin die gleichen Banner sehen. Seien Sie kreativ!
  3. Eine gute Kampagne steht und fällt mit ihren Retargeting-Listen. Machen Sie sich Gedanken, teilen Sie Ihre Kunden in sinnvolle Gruppen auf – etwa nach dem Surfverhalten: „Käufer“, „Abbrecher“, „Sich-nur-Umschauer“.
  4. Cross-Selling und Synergieeffekte nutzen: Woran könnte ein Kunde, der bereits gekauft hat, noch interessiert sein? Dank Remarketing kann schnell zu den gekauften Schuhen noch eine farblich passende Handtasche kommen.
  5. „Similar Audiences“ von Google bzw. „Lookalike Audience“ von Facebook – so heißt die Funktion, mit der einem Seitenbesucher ähnelnde Nutzer identifiziert werden. Auf diese Weise können sogar ganz neue Kunden erschlossen werden.
  6. Passen Sie Ihre Gebote regelmäßig an. Sie konkurrieren um dieselben Anzeigenplätze wie „normale“ Werbekampagnen. Ist zum Beispiel bei einem neuen Produkt eine gute Gewinnmarge in Aussicht, dann kann es sich lohnen, vorher Ihr Gebot zu erhöhen.

Tracking von Nutzerdaten über Cookies im Browser

Gute Cookies? Böse Cookies?

Aus den dargestellten Gründen sollte sich jeder Werbetreibende im Netz zumindest mit Retargeting auseinandersetzen. Dank der hohen Response Rate, die mit diesem Ansatz einhergeht, können auch kleinere Kampagnen erfolgreich sein.

Ein Problem können jedoch Kunden darstellen, die sich durch das Aufzeichnen ihres Surfverhaltens unwohl fühlen. Diesen Nutzern kann man letztendlich nur raten, regelmäßig ihre Cookies zu überprüfen und gegebenenfalls zu entfernen.

 

Das Team von mi-marketing kann Sie natürlich jederzeit bei der Konzeption und Umsetzung Ihrer Remarketing-Kampagne unterstützen. Sprechen Sie uns einfach an!

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